kmo-Pumpschutz – für den zuverlässigen Schutz
Die Zuverlässigkeit eines kmo-Pumpschutzes ergibt sich daraus, dass zusätzlich zu den Absolutwerten auch relative Veränderungen überwacht werden.

Der kmo-Pumpschutz sorgt dafür, dass ein Turbokompressor auch dann beherrschbar bleibt, wenn der Betrieb instabil wird.
Im stabilen Betrieb übernimmt die Pumpverhütungsregelung. Doch sobald sich der Kompressor der Pumpgrenze nähert oder diese überschreitet – etwa durch fehlerhafte Messsignale – ändert sich das Verhalten grundlegend: Aus einem regelbaren Prozess wird ein dynamischer, instabiler Zustand. Genau für diesen Moment ist der kmo-Pumpschutz ausgelegt.
Statt sich auf starre Grenzwerte zu verlassen, analysiert das System das tatsächliche Verhalten des Kompressors. Mehrere Messgrößen werden parallel ausgewertet – nicht nur in ihrer Höhe, sondern vor allem in ihrer zeitlichen Veränderung. Dadurch wird beginnendes Pumpen frühzeitig und eindeutig erkannt, auch unter realen Betriebsbedingungen mit unvermeidlichen Messabweichungen.
Die Reaktion erfolgt abgestuft und ohne Verzögerung: zunächst Stabilisierung, bei Bedarf gezielte Entlastung oder Abschaltung. So entsteht ein Schutzkonzept, das nicht nur den Kompressor sichert, sondern gleichzeitig die Anlagenverfügbarkeit erhält.
Alle relevanten Signale werden rund um ein Pumpereignis aufgezeichnet und nachvollziehbar dargestellt. Dadurch wird sichtbar, was im entscheidenden Moment tatsächlich passiert ist – eine Grundlage für gezielte Optimierung statt reiner Symptombehandlung.
Relevantes Wissen – kompakt erklärt.
Unsere FAQs geben eine erste Orientierung. Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, sprechen Sie uns an – die eigentlichen Lösungen entstehen im Dialog.
Der kmo-Pumpschutz basiert auf industriebewährten Steuerungssystemen (Siemens S7-1200/-1500) und ist als eigenständige Schutzfunktion ausgeführt.
Die Auswertung erfolgt mehrkanalig und unabhängig von der Pumpverhütungsregelung.
Zur sicheren Erkennung werden mehrere Prozessgrößen parallel ausgewertet, z. B. Volumenstrom (dp), Drücke, Temperaturen sowie Leistung bzw. Stromaufnahme.
Entscheidend ist dabei nicht nur der Absolutwert, sondern insbesondere die Änderungsgeschwindigkeit der Signale.
Bis zu vier Transmittersignale werden gleichzeitig auf pumptypisches Verhalten überwacht.
Dadurch wird auch bei fehlerhaften oder verfälschten Messwerten eine zuverlässige Erkennung erreicht – deutlich über dem Standard klassischer Grenzwertsysteme hinaus.
Die Steuerung arbeitet dreistufig:
- Teilöffnung zur Stabilisierung
- Vollöffnung zur sicheren Entlastung
- Abschaltung bei kritischen Zuständen
Ein integrierter Diagnosespeicher zeichnet die relevanten Signale vor und nach dem Ereignis auf (typisch: 200 Sekunden).
Dadurch kann die Ursache eines Pumpvorgangs detailliert analysiert werden.
Die Integration erfolgt über gängige Schnittstellen wie Profibus, Modbus-TCP oder Ethernet.
Der Pumpschutz kann eigenständig betrieben oder in bestehende Automatisierungssysteme eingebunden werden.
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